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[Rezension] David Levithan - "Letztendlich sind wir dem Universum egal"

Letztendlich sind wir dem Universum egal  - David Levithan, Martina Tichy

Der neueste Roman von David Levithan ist sicherlich eine der am sehnlichsten erwarteten Erscheinungen im März 2014. Und das vollkommen zu Recht, denn in “Letztendlich sind wir dem Universum egal” erzählt der Autor eine sehr ungewöhnliche Geschichte.

A verbringt jeden Tag in einem anderen Körper. Er weiß nicht, ob er männlich oder weiblich ist oder wie alt. Ob er Geschwister, eine Familie oder Freunde hat und ob er beliebt, schüchtern, freundlich oder hinterhältig ist. Sobald A aufwacht, muss er sich auf seinen Körper und das Leben, das dieser Körper führt, einstellen. Und das jeden Tag aufs Neue.

So hat A selbst keine Freunde, niemanden, dem er sich anvertrauen könnte. Er bindet sich auch niemals enger an die Menschen, die er in seinen Körpern trifft. Bis er eines Tages auf Rhiannon trifft und schließlich all seine Vorsätze bricht.

Dieser Roman ist schon äußerlich ein echter Hingucker. Ich finde das Cover sehr gelungen, da es so gut zur Handlung passt – und das Schöne ist, dass sich das Cover auch unter dem Schutzumschlag wiederfindet. So könnte man sich das Buch auch durchaus ohne Schutzumschlag ins Regal stellen. Glücklicherweise ist aber auch der Inhalt sehr gelungen:

Die Geschichte von A ist eine sehr außergewöhnliche und spezielle. Sobald ich von ihr gehört habe, war ich sehr begeistert von einer solchen Idee. Jeden Tag in einem anderen Körper stelle ich mir einerseits sehr interessant vor, andererseits auch sehr anstrengend – man hat keine Persönlichkeit, kann sich nicht weiterentwickeln und das eigene Leben nicht selbst steuern.

Zugegebenermaßen war dies das allererste Buch, welches ich nicht direkt nach dem Lesen beurteilen konnte. Dass die Geschichte sich vollkommen von den üblichen Jugendbüchern unterscheidet, war mir schon im Voraus bewusst. Doch irgendwie war sie dann doch gänzlich anders als erwartet. Levithans Schreibstil gefällt mir auch wieder besonders gut, genauso wie die Charaktere. Hier haben wir durch die vielen Körper auch recht verschiedene Charaktere, sodass man als Leser selbst jedes Mal gespannt ist, in welchem Körper A denn nun aufwachen wird. Gerade A selbst entwickelt sich im Laufe der Geschichte auch sehr viel weiter, trotz dem, dass er eigentlich keine eigene Persönlichkeit besitzt. Diese Entwicklung stellt der Autor meiner Meinung sehr gut dar, genauso wie verschiedene Ansichten der Charaktere zu As Wesen.

Doch gerade weil die Geschichte an sich ungewöhnlicher Natur war, fand ich das Ende wiederum zu nichtssagend. Vielleicht waren meine Erwartungen zu dem Zeitpunkt schon zu hoch, aber ich hätte mir als Abschluss ein wenig mehr erwünscht und erhofft.

Vollkommen begeistern konnte mich “Letztendlich sind wir dem Universum egal” leider nicht, aber wer Lust auf eine gänzlich andere Geschichte hat, fernab von den üblichen 0815-Jugendromanen oder Dystopien, sollte sich diesen Roman auf keinen Fall entgehen lassen!

Quelle: http://primeballerina.wordpress.com/2014/03/27/rezension-david-levithan-letztendlich-sind-wir-dem-universum-egal